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»  Großer Reiter ist jetzt kleiner 02.06.2012

Großer Reiter ist jetzt kleiner

Großenhain

Das Husarenbier gibt es nun fünf Jahre.Doch Gaststätten führen es nicht. Nur in Flaschen kann man die Spezialität kaufen.Warum bekamen sie neue Etiketten? Vor fünf Jahren,im Oktober 2007,wurde das damals neue Großenhainer Husarenbier von Getränke Dietrich und

dem Husarenverein bekanntgemacht.Doch seid dem ist es still geworden um die Marke,die den Ruf Großenhains in die weite Welt tragen sollte.Fragt man in Gaststätten nach dem Husarenbier,ist die Antwort negativ.

In allen GDS-Märkten

Auch im Stadtquartier des Husarenvereins wird längst Radeberger oder Freiberger Bier getrunken. „Wir fühlten uns nach der ersten Promotion nicht mehr wichtig“ meint Manfred Leubner vom Husarenverein. Dabei habe man die Initiative auch als Mittelstandsförderung angesehen. Das Bildmotiv für das erste Etikett haben die Husaren beigesteuert. Dafür gab es auch ein paar Kästen gratis. Dabei kann nach wie vor jeder Husarenbier kaufen. In allen GDS-Märkten gibt es die Flaschen. „Das Bier kommt als Lohnbräu aus einer sächsischen Brauerei“, sagt Nathanael Wilzki von Getränke Dietrich. Welche, werde nicht verraten. Dem Pils ist recht schnell das „Export“ gefolgt – ebenfalls mit 4,9 Prozent Alkoholgehalt, aber einer kräftigeren Stammwürze. Schon ein Jahr nach Einführung des Husarenbiers entwickelte Getränke Dietrich allerdings ein neues Etikett. „Es ist klarer strukturiert, der Name steht im Vordergrund - das entspricht eher der heutigen Zeit, den heutigen Anforderungen“, so Nathanael Wilzki. Allerdings werde es keine Fassbierabfüllung geben, so der Bier-Fachmann. „Als große Premiumarke war das Husarenpils von Anfang an nicht gedacht“, schränkt Wilzki ein. Dazu hätte es ein viel stärkeres Marketing geben müssen. Wie viele Flaschen jährlich verkauft werden, werde aus Konkurrenzgründen ebenfalls nicht gesagt. Für Getränke Dietrich ist das Husarenbier eine Urgroßehainer Marke wie das Haynsator,das ebenfalls noch als Flaschenbier verkauft wird. „Es funktioniert und wir werden es auf alle Fälle beibehalten“, so Natanael Wilzki. Auch im Heimlieferservice könnte man das Husarenbier bestellen. Der Kasten kostet 6.50 Euro. 2007 lag der Preis etwas darunter: 5.79 Euro im Markt, 6.00 Euro beim Lieferdienst.

Das hat kein anderer “

Michael Lippert vom Arbeitskreis Geschichte der Großenhainer Husaren ist ein Fan des Bieres geworden.Wenn wir ins Zeltlager fahren, habe ich schon oft Flaschen mitgenommen“, sagte der Großenhainer Husarenfan. Auch als Geschenk findet er das Husarenbier toll. „Das hat kein anderer“, sagte Lippert. Er unterstützt die Idee, die Marke für Repräsentationszwecke zu nutzen. Schließlich waren die Husaren schon früher eng mit ihrer Garnisonsstadt Großenhain verbunden und bescherten den zahlreichen Gastwirtschaften gute Umsätze. Das Regiment war ein Wirtschafsfaktor. Deshalb könnten die Flaschen heute wieder dazugehören wie Säbel, Tschako oder Attila.



Quelle: Sächsische Zeitung
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